Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Morgens Hüft-TEP, abends wieder fit
Klinik in Hessen erprobt minimal-invasive Hüft-OP nach niederländischem Vorbild. 31.05.2017

In der privaten Emmaklinik in Seligenstadt (Hessen) wird seit einiger Zeit ein neues minimal-invasives Verfahren zur Implantation von Hüftendoprothesen angewendet. Die sogenannte "Anterior Minimal Invasion Surgery" (AMIS) sei laut dem Chefarzt der Klinik Dr. Manfred Krieger schonender für die Muskulatur, sowie mit weniger Schmerzen und Komplikationen verbunden.

Bei der AMIS wird die Endoprothese durch einen anterioren Zugang eingesetzt. Dabei bleibt die Muskulatur intakt. Lediglich Haut und Faszien müssen bei der Operation durchtrennt werden. Wunddrainagen und Blasenkatheter werden für die Implantation ebenfalls nicht gebraucht.

Ein weiterer Unterschied liegt in der Vor- und Nachbehandlung der AMIS. Die Patienten der Emmaklinik lernen in einer Schulung bereits vor der OP den genauen Ablauf der postoperativen Behandlung und die jeweils zuständigen Ansprechpartner des Klinikpersonals kennen. Nach der Operation erhalten die Patienten sofort bis zu viermal am Tag (!) Physiotherapie.

Die Behandlung im Krankenhaus ist beendet, wenn der Patient schmerzfrei ist, flüssig Gehen und Treppensteigen kann. Laut Dr. Krieger erreichen 90 Prozent der Patienten diese Ziele innerhalb von zwei Tagen. Unter Umständen kann der Patient am Abend nach der OP entlassen werden und schon am zweiten postoperativen Tag mit der Reha-Behandlung beginnen.

Konkrete Daten zu Komplikations- und Wiederaufnahmeraten liegen noch nicht vor. In den Niederlanden werde das Verfahren allerdings schon länger erfolgreich angewendet. In der Emmaklinik werden durch Verträge zur integrierten Versorgung neben Privatpatienten schon die ersten Kassenpatienten mit der AMIS behandelt.

Ca. Hei. / physio.de



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