Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Zusatz oder nicht?
Kassenfinanzen im Meinungsstreit. 10.04.2010

Sagt einer "hüh", der andere "hott", ist für den Beobachter die Verwirrung komplett. Fest steht dann nur, die Zukunft ist ungewiss. Dies entspricht etwa dem Verfahren, dass bei den Kassenfinanzen erprobt wird. Es sei gänzlich unwahrscheinlich, meint die Bundesregierung, dass bald alle 50 Millionen Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Zusatzbeiträge bezahlen müssen. Gleichzeitig rechnet der Präsident des Bundesversicherungsamts, Maximilian Gaßner, schon im nächsten Jahr mit einem Defizit der Kassen von etwa 15 Milliarden Euro. Stetig mehr Krankenkassen verlangen den Acht-Euro-Obolus.

"Die Bundesregierung geht nach derzeitigem Stand davon aus, das es nicht zu einer nahezu flächendeckenden Erhebung von Zusatzbeiträgen kommen wird", heißt es in der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen.

Zu dieser Aussage mag die Gewissheit des obersten Hüters der Kassenfinanzen nicht so recht passen. Gaßner nämlich ist gegenteiliger Ansicht. Der auf maximal ein Prozent des Einkommens begrenzte zusätzliche Beitrag werde beileibe nicht ausreichen, um die Milliardendefizite abzubauen. 15 Milliarden Euro sind kein Pappenstiel. Der Gesetzgeber "muss also prüfen", woher er sich das Geld holt, betonte der Versicherungsamtschef.

Das Zusatzverlangen müssen überwiegend die Mitglieder kleiner Betriebskrankenkassen (BKK) fürchten. In diesem Monat sind es die BKK City, Esso, Merck und Novitas, die den Beitragsaufschlag einführen. Doch statt zusätzliche Gelder auf die Kassenkonten zu überweisen, läuft die Klientel in Scharen davon. Große Kassen wie die Technikerkrankenkasse, Barmer GEK und die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) sind das Ziel der Flüchtigen. Sie profitieren prächtig vom Aderlass der Kleinen.



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