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Entlassung? Fragen Sie die Schwester.
Ärztekammer Rheinland-Pfalz gegen "Aufgabenneuverteilung im Krankenhaus". 05.03.2010

Unfreiwilliger Verlust von Macht und Bedeutung ist mitunter schwer zu verkraften. Ärzte in Rheinland-Pfalz können ein Lied davon singen. Mit dem Plan des Gesundheitsministeriums einer "Aufgabenneuverteilung im Krankenhaus" können sich die Doktoren im Südwesten der Republik jedenfalls nicht anfreunden.

Nutznießer des Projekts wird das Pflegepersonal sein. Krankenschwerstern und -pfleger nämlich sollen nach den Vorstellungen des pfälzischen Ministeriums neben dem Bettenmachen und Pillenverteilen auch Anamnesen erheben zum Beispiel, die tägliche Visite übernehmen oder Laboruntersuchungen anordnen und bewerten. Auch Therapien nach Behandlungsplan und die Festlegung von Entlassungsterminen könnte bald zu den Aufgaben der Pflegekräfte gehören.

Mit dem bekannten Mediziner-Schlachtruf "Delegation ja, Substitution nein" hat Landesärztekammerpräsident Frieder Hessenauer den Kampf gegen das Klinikprojekt aufgenommen. Einen "Ausverkauf ureigener ärztlicher Leistungen" veranstalte das Gesundheitsministerium, schimpfte der Ärztevertreter. "Unter dem Deckmantel angeblicher Entlastung des ärztlichen Dienstes wird hier massiv in ärztliche Verantwortung eingegriffen". Stattdessen sollte das Ministerium dafür sorgen, dass die Krankenhausärzte von nichtärztlichen Tätigkeiten entlastet werden, forderte der Kammerchef.

Er befürchtet, dass die Ärzteschaft künftig nur noch herangezogen wird, wenn die Dinge schief laufen. Der Arzt müsse dann den "entgleisten Zug wieder aufs Gleis heben".



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