Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Mach' Du!
Deutsche übernehmen keine Verantwortung für ihre Gesundheit. 26.07.2010

Unmündigkeit grassiert auf vielen Ebenen. Warum sollten da Gesundheit und Krankheit eine Ausnahme machen? Jeder dritte bundesdeutsche Erwachsene mag die Verantwortung für sein gesundheitliches Wohlergehen bevorzugt bei anderen als bei sich selbst suchen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen (WINEG). Männer schneiden dabei noch unmündiger ab. Fast jeder Zweite von ihnen erwartet Hilfe von Anderen. Bei den Frauen ist es nur jede Vierte.

Passivität gegenüber dem eigenen Sein nimmt mit abnehmenden Alter zu. "Besonders beunruhigend finde ich, dass gerade junge Menschen eher auf andere vertrauen, anstatt selbst Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen", sagte Frank Verheyen, Direktor des Instituts.

Es sei Glück oder Pech, ob, wann und wie sie wieder gesund werden, glauben 28 Prozent der Studienteilnehmer. "Dabei hängt der Therapieerfolg bei vielen Diagnosen tatsächlich stark davon ab, wie gut der Patient mitarbeitet". Gerade bei chronischen Erkrankungen sei die aktive Rolle des Patienten entscheidend. "Auf lange Sicht gewinnt der Betroffene durch seine Mitarbeit auch eine höhere Lebensqualität", betonte Verheyen.

Auf dem Weg zum mündigen, aktiven Patienten können Ärzte einigen Einfluss nehmen. "Sie müssen bei den Patienten das Bewusstsein dafür wecken, dass ihr eigener Einsatz für den Therapieerfolg ausschlaggebend ist - und welche Folgen eine mangelnde Mitarbeit für sie haben kann." Der Doktor gebe zwar den Therapieplan vor und stelle Verordnungen aus, doch "sobald der Patient das Rezept in der Hand hält, liegt damit aber auch buchstäblich der Erfolg der Therapie in seiner Hand", so der Studienleiter.



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