Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Versorgungswunder: Mehr Patienten gewinnen mit Personalabbau und Leistungseinschränkungen
Krankenhäuser darben und fordern Einstieg in ambulante Versorgung. 12.05.2010

Zusätzliche Milliarden ließen die Krankenhäuser im vergangenen Jahr etwas Luft holen im finanziellen Abstiegskampf. Nun aber klingeln wieder die Alarmglocken bei den etwa 2.000 deutschen Kliniken. Die Kassen leeren sich. Die Insolvenzgefahr wächst bedrohlich. Nahezu jedem fünften Bettenhaus droht demnächst die Pleite, hat das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) jetzt in einer Untersuchung herausgefunden.

Die Krankenhäuser leiden unter einer "strukturellen Unterfinanzierung", klagte Moritz Quiske, Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG). Jedes Jahr fehlten fünf Milliarden Euro. Mit Leistungsreduktion, Personalabbau und Einschränkung der Patientenversorgung müssten die Einrichtungen versuchen über die Runden zu kommen.

Durchschnittlich 70 Prozent eines Klinikbudgets seien für Personalaufwendungen vorhergesehen, erklärte der Sprecher. Viele Häuser suchten ihr Heil in Privatisierungen. Die Fokussierung auf einige wenige Leistungen könne die Effizienz steigern. Das bedeute aber auch, dass ganze Fachabteilungen geschlossen werden müssten. Ob Kundenfreundlichkeit ein Schlüssel zum Erfolg sein könnte? RWI-Forscher Boris Augurzky jedenfalls sieht darin einen Weg, mehr Patienten anzulocken.

DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum wittert große Chancen in den vielerorts beklagten ambulanten Versorgungsengpässen. Offensiv bot er gestern seine Klientel als Retter im drohenden Versorgungsloch: "Die Sicherstellung der ambulanten Versorgung über die Kassenärztlichen Vereinigungen ist nicht mehr gewährleistet. Die Krankenhäuser müssen ihre Kapazitäten stärker in die ambulante Versorgung einbringen dürfen."



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