Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Studie über computergestützte Sturzprophylaxe
Alle vier Tage ein Sturz weniger bei den über-65-Jährigen. 18.03.2011

Eine auf Risikofaktoren zugeschnittene Sturzprophylaxe wurde erfolgreich in einem Bostoner Krankenhaus eingesetzt. Eine randomisierte Studie ergab, dass die Zahl der Stürze vor allem bei älteren Patienten durch diese Maßnahme verringert wurde.

Stürze in Krankenhäusern erhöhen die Kosten, verlängern den Aufenthalt und verhindern Genesung. Deshalb haben sich einige Kliniken, die der Harvard Universität in Boston angegliedert sind, entschlossen, eine Kliniksoftware zur Sturzprophylaxe zu entwickeln, die "all prevention tool kit" (FPTK).

Dabei wird zuerst anhand einer Liste ("Morse Fall Scale") eine Einschätzung des Sturzrisikos beim Patienten vorgenommen. Das Personal fragt nach schon vorgekommenen Stürzen, Nebendiagnosen und die benötigte Hilfestellung im Krankenhaus. Außerdem wird der Gesamtzustand beurteilt und die geistige Verfassung. Der Computer errechnet dann das individuelle Sturzrisiko des Patienten und die speziell auf diesen Menschen zugeschnittenen Vorsichtsmaßnahmen. Dazu gehören Poster, Aufkleber und Informationsmaterial für Patienten, Familien und Pflegepersonal.

Patricia Dykes von Partners HealthCare System in Boston und Mitarbeiter des FPTK haben ein halbes Jahr auf acht Stationen des Brigham and Women’s Hospital eine randomisierte Studie durchgeführt. Dabei ergab sich, dass die Sturzquote gegenüber der Vergleichsgruppe von 4,18 auf 3,18 pro 1000 Patiententage gesenkt wurde.

Vor allem die über-65-Jährigen profitierten von der FPTK. Die Sturzhäufigkeit sank von 4,75 auf 2,66 pro Patiententage, jeden vierten Tag einen Sturz weniger für die acht Stationen. Somit ist die FPTK nicht nur für die Patienten gut, sondern auch ein leicht einsetzbarer Kostensenker.


Ul.Ma / physio.de



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