Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Jedes Jahr 160.000 Schlaganfälle
Bundesregierung finanziert interdisziplinäre Forschung. 15.01.2011

Sie fackeln nicht lange, die zuständigen Minister Annette Schavan (Bildung und Forschung) und Philipp Rösler (Gesundheit). Gerade noch hatte die Bundesregierung fünf Milliarden für die Gesundheitsforschung locker gemacht (wir berichteten), da verhandeln Schavan und ihr Kollege Rösler bereits in der Berliner Charité mit dem dortigen Chef Karl Max Einhäupl und der Dekanin der Universitätsklinik, Annette Grüters-Kieslich. Die Sache duldet keinen Aufschub. Volkskrankheiten wie Schlaganfall, Alzheimer, Herzinfarkt und Diabetes könnten sich im Angesicht einer alternden Gesellschaft epidemieartig entwickeln.

Mädchen, die heute geboren werden, hätten eine mehr als 50-prozentige Chance, 100 Jahre alt zu werden, erklärte Neurologe Einhäupl. Ein wichtiges Ziel sei es deshalb, gesund zu altern. Die Volkskrankheiten müssten weiter intensiv erforscht werden, mahnte Ministerin Schavan. Dabei sie es entscheidend, das Kästchendenken einzelner Medizin- und Forschungszweige zu überwinden.

In der Schlaganfall-Forschung beispielsweise fange die Gesamtversorgung beim Feuerwehreinsatz an und reiche bis zur Rehabilitation und dem Betreuten Wohnen, betonte Ulrich Dirnagel, Leiter des Zentrums für Schlaganfall-Forschung der Charité. Schon heute ist die zentralneurologische Störung mit etwa 160.000 Fällen die Hauptursache für Behinderungen. Bundesgesundheitsminister Rösler sprach sich angesichts der drohenden Kostenexplosion dafür aus, auch die Gesundheitsvorsorge zu Intensivieren.

Dekanin Grüters-Kieslich sieht in der Trennung von Grundlagen- und Anwendungswissenschaft einen Forschungshemmschuh, der beseitigt werden müsse, auch in der Ausbildung. Sechs interdisziplinär arbeitende Gesundheitszentren für Volkskrankheiten sollen aufgebaut werden. Universitäre und nicht universitäre Einrichtungen, aber auch private Firmen werden zusammen wirken. Die Charité beteiligt sich mit einem Zentrum für Herz- Keislaufforschung.

In einer Woche startet das Wissenschaftsjahr "Forschung für die Gesundheit". Das Thema hat allen Grund, nicht in Vergessenheit zu raten.



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