Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Nicht für Kranke und Alte
Krankenkassen selektieren potentielle Neu-Mitglieder. 12.05.2011

Jede gesetzliche Krankenkasse muss die heimatlos gewordenen Versicherten einer insolventen Kasse bedingungslos aufnehmen. Soweit die Theorie. Praktisch erleben viele Noch-Mitglieder der zum Untergang verurteilten City BKK ihr wahres Wunder. "Bei uns müssen Sie sich aber ganz hinten anstellen", wurde da manch einem chronisch Kranken oder alten Menschen bei seiner Wahlkrankenkasse beschieden. Andere hörten Sätze wie: "Ob Sie Ihre gewohnten Leistungen bei uns auch bekommen, müssen wir erst einmal gründlich prüfen" oder man "empfahl" ihnen gleich ein anderes Unternehmen.

Besondere Abwimmelfähigkeiten scheinen die Mitarbeiter der Hanseatischen Ersatzkasse (HEK) entwickelt zu haben. Wer teure Medikamente nehmen muss, hat wenig Chancen auf Mitgliedschaft in der Ersatzkasse. HEK-Vorstandsvize Torsten Kafka (sic!) gibt sich harmlos. Man käme nur seiner Beratungspflicht nach, erklärte er.

Potentielle neue Mitglieder sollten "erkennbar vergrault" werden, stellte gestern das Bundesversicherungsamt (BVA) fest. "Die City BKK-Mitglieder sollten sich nicht bange machen lassen. Solche Verhaltensweisen anderer Kassen sind klar rechtswidrig. Soweit wir als Aufsichtsbehörde davon erfahren, werden wir dem in aller Konsequenz nachgehen", sagte BVA-Präsident Maximilian Gaßner.


Peter Appuhn
physio.de



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