Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

10.000 Schritte jeden Tag
Pilotstudie lässt die Pfunde schmelzen. 27.07.2013

Ein Fußmarsch von Köln nach Rom – wer sich diesem Wanderweg widmen möchte, braucht Zeit, Ausdauer und vor allem gutes Schuhwerk. Dieser sportlichen Herausforderung können sich künftig (adipöse) Bewohner aus Köln und der Umgebung widmen.

Insgesamt nehmen 21 Hausärzte in Köln an der Pilotstudie "10.000 Schritte pro Tag" teil. In Kooperation mit der Ärztekammer Nordrhein werden sich innerhalb der nächsten zwei Jahre rund 200 Studienteilnehmer zu einem gesunden Lebensstil motivieren. An dieser Kampagne können alle übergewichtige Patienten – egal welcher Herkunft oder Sozialstatus – teilnehmen. Das Ziel: Alle Probanden müssen täglich 10.000 Schritte gehen. Dafür werden alle Teilnehmer mit einem Schrittzähler ausgestattet und führen sogenannte Bewegungstagebücher, die von den Hausärzten kontrolliert werden.

"Denn wer täglich 10.000 Schritte geht, wird nach einem halben Jahr bei einer durchschnittlichen Schrittlänge von 78 Zentimetern die ewige Stadt erreicht haben", erklärt der Landesärztekammerpräsident Rudolf Henke. Er kritisiert indes die Bewegungsarmut, die bei berufstätigen Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit zumeist auftritt. "Zu wenig, um so fit und gesund wie möglich zu bleiben", so Henke.

Übergewicht und Bewegungsarmut stehen klar im Zusammenhang mit Erkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Herzerkrankungen oder Gelenkproblemen. Da hilft nur eines: Bewegung und ein gesundes Essverhalten.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat 2012 in seinem Gesundheitssurvey festgehalten, dass sich nur ein Fünftel aller Deutschen bewegungskonform verhält (wir berichteten). Diese sind im Durchschnitt rund 2,5 Stunden in der Woche sprichwörtlich "auf den Beinen". Etwa 24 Prozent der Frauen sowie 23 Prozent der Männer gelten laut des RKI als adipös. Zudem ist die Anzahl der Diabetiker mit dem Typ-2-Status gestiegen. Hier lag der Anteil im Jahre 2012 bei sieben Prozent (Männer) und 7,4 Prozent (Frauen).

Die Deutsche Sporthochschule in Köln wird dabei indes die Erfolgsquote der Pilotstudie untersuchen und die Einstellung zu einer gesunden Lebensweise der einzelnen Probanden in Augenschein nehmen. "Wir möchten mit der Studie nachvollziehen, unter welchen Bedingungen gesunde Menschen bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern und wie viel Beratung dafür nötig ist", erklärt die Ärztin Christine Graf vom Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaften der Sporthochschule in Köln.



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