Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Milliardenteurer Flop: Elektronische Gesundheitskarte
Kein Zusatznutzen. KBV: Alte Karte gilt weiter. 06.11.2013

Drohen, Angst verbreiten - jedes Mittel ist den gesetzlichen Krankenkassen recht, um ihre umstrittene elektronische Gesundheitskarte an die Versicherten zu bringen. Wer die neue Karte künftig nicht nutzt und auch kein Porträtfoto eingereicht hat, werde von den Kassenärzten ab 1. Januar 2014 nicht mehr behandelt, impfen die Versicherer ihre Klientel. Ganz tief in das Handbuch für Drückerkolonnen muss da manch eine Kasse geschaut haben. So unlauter die Einschüchterungsmethoden sind, so falsch sind sie auch. Wer im kommenden Jahr mit seiner alten Versicherungskarte einen Arzt aufsucht, kann diese dort einsetzen, wenn er das neue Modell nicht hat, erklärt der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Roland Stahl.

Niemand müsse befürchten, nicht behandelt zu werden, bekräftigt Stahl. "Bis zum aufgedruckten Datum" sei die Karte grundsätzlich gültig.

Welchen Sinn die milliardenteuren konterfeigeschmückten Kärtchen haben, ist selbst den Krankenkassen nicht klar. Holprig ringt der Sprecher des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Florian Lanz, in einem Zeitungsgespräch nach einer Erklärung. Eine ganze Reihe von Vorteilen werde die Karte bieten. Gerade einmal ein vermeintlicher Vorteil fällt ihm dann ein: "Wer in Zukunft umzieht, braucht keine neue Karte mehr, die gespeicherte Adresse kann aktualisiert werden". Aber erst in einem Jahr könne die wichtige Neuschöpfung erprobt werden, bedauert der GKV-Sprecher. Weitere Funktionen stehen in den Sternen.


Peter Appuhn
physio.de



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