Praxis für Logopädie - Sprach-, Sprech- und Stimmtherapie

Patientenbeauftragter: Budgets müssen weg
Patientenrechtegesetz angekündigt. 06.01.2010

Sie ist Ursache für mancherlei Streit und Disput, die Deckelung der Kassenleistungen. Patienten feilschen mit ihrem Arzt um Therapien und Pillen. Ärzte müssen ihr restriktives Verschreibungsverhalten in alle Richtungen verteidigen - ein nicht selten unwürdiges Spiel. Jetzt hat erstmals ein exponierter Bundespolitiker die Abschaffung von Verordnungsvolumina und Richtgrößen auf seine Fahnen geschrieben. "Die Budgetierung muss weg" sagte gestern Wolfgang Zöller, der neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung, im Nachrichtenmagazin "Focus".

"Nur dann weiß der Arzt, dass er für seine Leistung auch bezahlt wird, wenn er sie für Kassenpatienten erbringt", betonte der CSU-Politiker. Er ist sicher, dass unter budgetfreien Bedingungen auch die GKV-Versicherten nicht mehr länger auf einen Facharzttermin warten müssen als Privatpatienten.

Zöller verspricht ein Patientenrechtegesetz und bekräftigt: "Dass Patienten notwendige Hilfe wie Bittsteller einklagen müssen, geht nicht". Sorgen bereitet dem Streiter für die Belange der Kranken die medizinische Versorgung in dünn besiedelten Gegenden. Für viele Landbewohner sei die freie Arztwahl "reine Theorie". Mit gezielten Anreizen müssten Ärzte zur Niederlassung in unterversorgten Regionen gewonnen werden. Schon heute sei es möglich, Landärzten höhere Vergütungen zu zahlen. "Konsequent umgesetzt" werde es aber nicht, kritisierte Zöller.



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